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Amis du Tibet |
Neues von Braille ohne
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S.Tenberken und P.Kronenberg arbeiten gut zusammen mit ihrem Counterpart TDPF (Tibet Disabled Person’s Federation), der tibetischen Organisation zur Förderung von Behinderten. Die Organisation TDPF ist stolz auf die internationale Anerkennung des Blinden-Zentrums. Auf Einladung von TDPF und der chinesisch-tibetischen Regierung hat ein Wissenschaftler der Oxford University, der Mexikaner Dr. Carlos Mondragón im September/Oktober 2003 das Projekt vor Ort beobachtet und untersucht, hat sich mit seiner Entstehung, dem Werdegang, dem jetzigen Zustand und den Zukunftsplanungen genauestens auseinandergesetzt und dem Blinden-Zentrum Tibet in einem ausführlichen Evaluationsbericht eine ausgezeichnete Beurteilung gegeben. Dies mag zu der bedingungslosen Unterzeichnung
eines günstigen Vertrages beigetragen haben, den S. Tenberken
und P. Kronenberg gemeinsam mit einer in China ausgebildeten tibetischen
Rechtsanwältin ausgearbeitet hatten. Der Vertrag gilt für die nächsten drei
Jahre. Er gewährt u.a. dem Zentrum Schutz und
Unterstützung durch die Regierung. Das 1998 gegründete „Blinden-Zentrum, Tibet“ begann seine Arbeit in Lhasa mit der Unterrichtung von fünf blinden tibetischen Kindern im Lesen und Schreiben der tibetischen Blindenschrift. Diese Schrift, entwickelt von S.Tenberken während ihres Tibetologiestudiums an der Bonner Universität, wurde inzwischen zur offiziellen Blindenschrift Tibets. Mittlerweile wurden insgesamt 42 Kinder und Jugendliche in einem durch Paul Kronenberg sehr schön und praktisch an- und umgebauten projekteigenen Gebäude mit großem Hof im Zentrum von Lhasa unterrichtet. Zusammen mit den beiden Organisatoren und den blinden Kindern und Jugendlichen wohnen dort Hausmutter, Hausvater und Torwächter. Weitere Mitarbeiter sind eine Köchin und fünf Lehrer. Die Lehrer unterrichten Mobilität, d.h. Techniken der Orientierung, lebenspraktische Fertigkeiten, wie Hygiene, Kochen, Saubermachen u.a.m., und sie unterrichten Schreiben, Lesen und Sprechen von Tibetisch, Chinesisch und Englisch, dazu in Sport, Musik und Theaterspiel. Außerdem haben interessierte Schüler die Möglichkeit eine dreijährige Ausbildung mit Zertifikat als Masseur in chinesischer medizinischer Massage und westlicher Physiotherapie zu erhalten. Die Ausbildung in anderen Berufszweigen ist geplant, vor allem in landwirtschaftlichen Berufen, Pflanzen- und Tierzucht. Dafür laufen zurzeit Verhandlungen über die Nutzung eines Farmgeländes. Eine Braillebuch-Druckerei wurde eingerichtet, in der tibetische, chinesische und englische Schul-, Geschichten- und Wörterbücher in Braille übertragen und gedruckt werden. Grundlage der Schulung des Zentrums ist die Stabilisierung von Selbstachtung und Selbstvertrauen der Blinden, um deren Fähigkeit zur Selbstintegration in die Gesellschaft zu fördern. Hierbei leisten alle Mitarbeiter des Zentrums ideell und materiell tatkräftige Hilfe. Einige eigenständige Versuche der Schülerinnen und Schüler zeugen bereits von dem Erfolg dieses Konzeptes. Integration der Schüler in die Gesellschaft Vier der sehr motivierten Schülerinnen und
Schüler, die auf weiterführende
Schulen gehen möchten, wurden im Oktober dieses Jahres von einer staatlichen
Internatsschule für Sehende zunächst probeweise aufgenommen. Sie haben diese
Probe glänzend bestanden. Sie erweisen sich, Testergebnissen entsprechend, als
sehr gute Schülerinnen und Schüler, haben schnell Freunde gefunden und gelten
wegen ihrer Fröhlichkeit und ihres Lerneifers Eine renommierte Ausbildungsklinik für medizinische Massage in Peking hat auf Anfrage von TDPF einen ihrer Lehrer nach Lhasa geschickt, um die Massageschüler des Zentrums zu prüfen und Zertifikate zu vergeben. Alle 6 Schüler haben die Prüfung mit Auszeichnung bestanden. Zwei von ihnen sind bereits aus dem Zentrum ausgezogen, um eine eigene Praxis zu eröffnen. Das Zentrum unterstützt sie dabei. Da beide neben Tibetisch fließend Chinesisch und Englisch sprechen, haben sie gute Voraussetzungen, auch Ausländer als Patienten zu behandeln, was sie bereits mit Erfolg tun.
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Das Foto zeigt die integrierten Schüler beim Unterricht in Medrogonkhar |
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BRAILLE WITHOUT BORDERS
Zusätzlich zu der verantwortungsvollen und erfolgreichen Arbeit in Tibet hat
sich der Aufgabenbereich der beiden Organisatoren während des letzten Jahres
vergrößert. Ladakh
Das erste Projekt von Braille außerhalb von Tibet
läuft bereits an. S.Tenberken war im November/Dezember 2003 in Leh, regionale Hauptstadt
von Ladakh, eine Region die zur Jammu/Kashmir Provinz gehört. In dieser Region wird
Ladakhi, ein tibetischer Dialekt gesprochen. Dort
recherchiert sie die Situation und Voraussetzung von Blinden in Ladakh, um
daraufhin den Grundstein für eine Blindenausbildung zu legen. Der Erfolg war
groß. S.Tenberken
erhielt die Zusage der ladakhischen Regierung den
Aufbau eines Blinden-Zentrums durch BRAILLE WITHOUT BORDERS
unterstützen und die laufenden Kosten übernehmen zu wollen. 2004 wird mit dem
Aufbau des Rehabilitations- und Trainingszentrums für Blinde in Ladakh begonnen. Ausbildungszentrum für zukünftige Organisatoren Im Rahmen der neuen Organisation „BRAILLE WITHOUT BORDERS“ sind S.Tenberken und P.Kronenberg im Januar 2004 in den Staat Kerala /Südindien gereist, um dort ein Ausbildungszentrum für künftige Organisatoren von Blinden-zentren aufzubauen. Die zukünftigen Studenten, bevorzugt Blinde, sollen möglichst aus den Ländern gebürtig sein, in denen sie später gebraucht werden. In Luxemburg kann die Blindenschule von Lhasa durch Spenden auf das Postcheckkonto (CCP) LU27 1111 1234 5672 000 von Les Amis du Tibet, Luxembourg mit dem Vermerk “Blindenzentrum Tibet” unterstützt werden. Die Spenden werden in regelmässigen Abständen an den Förderverein Blindenschule Tibet weitergereicht, der die Spenden in Deutschland sammelt. Die Spender erhalten ein Spendenzertifikat. Weitere Informationen über das Blindenzentrum Tibet gibt es auf der Internetadresse |